Überhitzung vermeiden: Fragen & Antworten

08 Jun 2020

Warum halte ich die Sonne besser von außen ab (mit Senkrechtmarkisen) als von innen (mit Gardinen)?

Ohne Sonnenschutz dringen Sonnenstrahlen direkt durch das Glas ein (Kurzwellenstrahlung) und heizen die Wohnräume auf (Boden, Möbel, Wände). Die aufgeheizten Innenräume geben die Wärme ihrerseits als Langwellenstrahlung ab, die vom Glas reflektiert wird. Dadurch bleibt die Wärme im Haus gefangen – vor allem in einer gut gedämmten Wohnung ein echtes Problem. Deshalb müssen die Sonnenstrahlen bereits abgehalten werden, bevor sie die Fenster erreichen.

Reicht Sonnenschutz allein aus, um meine Wohnräume kühl zu halten?

Die Installation von Sonnenschutz macht schon einen deutlichen Unterschied, sollte aber möglichst mit natürlicher intensiver (Nacht-) Lüftung kombiniert werden. Natürliche Intensivlüftung bedeutet, dass Wohnräume durch starke natürliche Luftströme kostenlos abgekühlt werden. Dazu muss die Außenluft kühler als die Raumluft sein, was in der Regel nachts der Fall ist – deshalb wird das Prinzip auch als „Nachtkühlung“ bezeichnet. Zur Realisierung werden an der Außenseite der Fenster von Wohnräumen ein oder mehrere Lüftungsgitter angebracht.

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Wie langlebig und witterungsbeständig sind Senkrechtmarkisen?

Textil-Sonnenschutz können Sie auch bei schlechtem Wetter (starker Regen, Wind usw.) unbesorgt herunterlassen, denn dank des Führungssystems hält er Windgeschwindigkeiten bis 130 km/h aus. Glasfasertücher sind äußerst straff und formfest und zudem bestens gegen Feuchtigkeit und Wärme beständig. Ferner ist das Tuch UV-resistent und farbbeständig und muss nur regelmäßig mit einem sanften Reinigungsmittel gepflegt werden – für jahrelangen Gebrauch.

Fällt mit Außensonnenschutz trotzdem noch Tageslicht herein? Und bleibt die Sicht nach draußen erhalten?

Im Gegensatz zu Rollläden bedeutet Textil-Sonnenschutz keine Einschränkungen in puncto Tageslicht und Blickkontakt mit der Außenwelt. Wenn Sie Rollläden herunterlassen, geht die Sicht auf den Garten verloren. Mit Textil-Sonnenschutz sehen Sie weiterhin nach draußen, aber die grelle Sonnenstrahlung wird abgehalten. Dies kann wichtig sein, wenn Sie Ihre spielenden Kinder draußen im Auge behalten möchten. Neben Textil-Sonnenschutz gibt es auch festen Außensonnenschutz. Dazu zählen beispielsweise Aluminiumlamellen (fest oder beweglich) vor einem Fenster, ein Aluminium-Schutzdach über einem Fenster oder Schiebeläden, die sich vor das Fenster schieben lassen. Damit genießen Sie weiterhin Tageslicht, aber das Haus wärmt sich nicht unnötig auf.

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Kann ich Außensonnenschutz automatisch steuern?

Natürlich – und das wird sogar sehr empfohlen. Außensonnenschutz leistet optimale Dienste, wenn er automatisch gesteuert wird (z. B. mit einem Luxmessgerät, das den Sonnenschutz ab einer bestimmten Menge an Sonnenstrahlung automatisch herablässt). Auf diese Weise haben Sie ein echtes „Smart Home“, das sich selbst regelt – ob Sie nun daheim sind oder nicht. Natürlich lässt sich Außensonnenschutz auch über vorhandene Gebäudeautomationssysteme steuern.

Beeinflusst Sonnenschutz meinen Energieverbrauch?

Auf jeden Fall! Wenn sich die Wohnräume nicht zu schnell und nicht zu stark aufheizen, sinken die Energiekosten für das Abkühlen mit einer teuren Klimaanlage. Gleichzeitig profitieren Sie in den kälteren Monaten voll und ganz von der Sonnenwärme, um die Heizkosten zu beschränken.

Welche Gefahren entstehen, wenn meine Wohnräume „überhitzen“?

Wenn sich die Räume nicht mehr kühlen lassen, leidet darunter vor allem der Komfort: Sie schlafen schlecht, finden im Haus keine Abkühlung und jede kleinste Anstrengung wird zur Tortur. Je besser Wohnräume gedämmt und luftdicht gebaut sind, desto schwieriger lässt sich warme Innenluft abkühlen. Studien haben ergeben, dass die Anzahl warmer Tage pro Jahr steigt, während die Anzahl der Tage mit Heizbedarf abnimmt. Deshalb spielt Sonnenschutz eine immer wichtigere Rolle, um Überhitzung zu vermeiden und den Heizbedarf zu senken.