Montag 20 Juni 2022

Feuerwache mit „Black Box“-Aussehen dank der Linarte-Fassadenverkleidung [Case Study]

Im Mai 2021 zog die Feuerwehr von Papendrecht in eine nagelneue, energieneutrale Kaserne ein. Damit passt sie perfekt zur Nachhaltigkeitspolitik des Kunden/der Gemeinde. Darin ist unter anderem auch festgelegt, dass alle Bauelemente demontierbar und wiederverwendbar sein müssen. So entschied sich der Architekt bei der markanten Fassadenverkleidung für die vertikalen Aluminiumprofile Linarte von Renson.

 

Drei Seiten des Gebäudes - mit einer Fläche von mehr als 400 m² - wurden mit den Linarte-Fassadenprofilen des belgischen Herstellers Renson verkleidet. Da sie einzeln in Lamellenhalter auf horizontalen Trägern eingeklickt werden, erwies sich dies als die ideale Fassadenverkleidung, um die Anforderungen des Kunden an die Nachhaltigkeit (einschließlich Demontierbarkeit und Wiederverwendbarkeit) zu erfüllen. „Unsere Mission ist es, Gebäude zu schaffen, die gesund und zukunftsorientiert sind“, erklärt Architekt Chi-Hang Chim (RoosRos Architects). „Es geht darum, sorgfältig darüber nachzudenken, was wir den künftigen Generationen hinterlassen. Wir möchten sie auf keinen Fall mit Bauschutt belasten. Deshalb wollten wir dieses Gebäude auch auf allen möglichen Ebenen ‚zerlegbar‘ machen. Die festklickbaren Linarte-Profile passen perfekt zu dieser Idee. Ein schöner Nebeneffekt ist, dass von der Befestigung der Profile letztendlich überhaupt nichts zu sehen ist.“ Für den Entwurf ließ sich der Architekt Chi-Hang Chim von einer Blackbox mit großem Sichtfenster inspirieren. Die Entscheidung für die schwarze Block-30-Ausführung der Linarte-Profile trug dazu bei, dies in die Praxis umzusetzen.

„Der Architekt wandte sich an Storax als Fassadenbauer, weil er eine vertikale, in einem Stück extrudierte Fassadenverkleidung für die gesamte Höhe (7,60 m) der Kasernenwände suchte“, erinnert sich Fabian Greveling (Technical Sales Manager bei Storax). „Wir haben uns daraufhin an unseren Lieferanten Renson gewandt. Dort wurde uns gesagt, dass es möglich sei, die Linarte-Profile auf diese Länge zu extrudieren, dass aber die Beschichtung aufgrund der Länge viel schwieriger sei. Und so wurden die Profile für dieses Projekt von einer Spezialfirma extern pulverbeschichtet.“

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Auch die Tatsache, dass Storax und Renson in der Entwurfs- und Ausführungsphase an die Randanschlüsse gedacht haben und die Ecklösungen für Linarte bereits bis ins Detail durchdacht waren, kam laut Greveling bei dem Architekten gut an. Seiner Meinung nach ist das Ergebnis auf jeden Fall außergewöhnlich, wobei Linarte eine klare Hauptrolle spiele, weil diese Art von Verkleidung sonst sehr oft nur als Akzent in Kombination mit anderen Materialien verwendet wird. „Linarte ist dieses Mal die Basis für den Look des Gebäudes, wo sie sonst eher das Sahnehäubchen ist“, umschreibt er es. „Ein schöner Nebeneffekt ist außerdem, dass die vertikale Konstruktion dafür sorgt, dass die Aluminiumverkleidung immer ‚sauber geregnet‘ wird. Auch dieser wartungsfreundliche Aspekt spielte für den Architekten eine wichtige Rolle.“

Fabian Greveling: „Die Montage der Fassadenverkleidung verlief reibungslos, auch wenn es einiger Suche bedurfte, um den richtigen Weg zum Einrasten der extrem langen Profile in die Lamellenhalter zu finden. Holzfüllungen oder LED-Beleuchtung wurden hier nicht in die Lamellenwand integriert - obwohl dies mit Linarte durchaus möglich ist -, allerdings haben wir verschiedene Wasseranschlüsse und individuelle Türen in die Fassadenverkleidung integriert. Ein großer Vorteil bei der Montage war hier auch, dass wir die horizontalen Träger für die Lamellenhalter direkt an den druckfesten Sandwichpaneelen ohne eine zusätzliche darunterliegende Balkenkonstruktion befestigen konnten. So waren wir als Bauunternehmer und Renson als Lieferant schon sehr früh in den Prozess eingebunden, um dieses Projekt - von der Anfrage des Architekten über die Beratung und das Engineering bis hin zur Fertigstellung - zu einem erfolgreichen Abschluss zu bringen.“

„Linarte-Fassadenverkleidungen bieten Architekten nicht nur aufgrund der verschiedenen vertikalen Fassadenprofile aus Aluminium, die verwendet und kombiniert werden können, viele Gestaltungsmöglichkeiten“, fasst Fabian Greveling zusammen. „Auch die Integrationsmöglichkeiten für Türen, Beleuchtung, Logos, Steckdosen und Feuerlöschsysteme u. a. machen dieses System zu einer Fassadenverkleidung, die bis ins Detail personalisiert und perfektioniert werden kann.“

Architekt: RoosRos Architekten (www.roosros.nl)
Lieferant Linarte-Fassadenverkleidung:  Renson (www.renson.eu)
Fassadenbauer: Storax (www.storax.nl)